Der Vorsitzende sagt seine Meinung…

Februar 2009

Jetzt beginnt (endlich wieder) die Fußballzeit, nachdem alle – Zuschauer und Spieler – zwei Monate lang auf diese Aktivität verzichten mussten. Die Bundesliga hat schon eine Woche früher den Startschuss gegeben, nachdem zuvor die Pokalspiele auf höchster Ebene ausgetragen wurden.

Unsere Spieler haben sich wieder einmal sehr gut vorbereitet. Wie der NGZ zu entnehmen war, haben die Aktiven besonders der Ersten Mannschaft in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Krafttraining absolviert, um auch von dieser Seite her in der Kreisliga A mithalten zu können. Man sieht also eindeutig, Spieler und Trainer nehmen ihre Aufgabe ernst und wollen das in sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen. – Aber auch in den anderen Bereichen wurde eifrig trainiert, so dass auf allen Ebenen der Spieltakt wieder durchschlagen kann.

Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ hat sich mit dem Volkssport Fußball beschäftigt und stellt fest: „Fußball ist mit Abstand die beliebteste Sportart in unserem Land. Dabei ist es nicht nur der Sport an sich, der die Menschen so begeistert. Zusammengehörigkeitsgefühl, die Mannschaftsfeiern und das Vereinsleben – auch das gehört zum Fußball. Dennoch gibt es auch Schattenseiten in diesem Sport“.

Zu diesen Schattenseiten zählt das Bündnis in erster Linie den Bereich des Rassismus‘ und der Diskriminierung. Ich habe zwar den Eindruck, dass das bei uns kein Problem darstellt, aber auch den Anfängen muss man entgegentreten und die Augen offenhalten, ob in der Umgebung Dinge dieser Art zu beobachten sind. Als ersten Schritt in die richtige Richtung bezeichnet das Bündnis den „10-Punkte-Plan der UEFA“, den ich hier gerne übernehmen werde:

  1. “Erstellen Sie eine Stellungnahme, nach der der Verein Rassismus nicht toleriert, und geben Sie Maßnahmen bekannt, die gegen jene ergriffen werden, die an rassistischen Maßnahmen beteiligt sind. Die Stellungnahmen sollen in alen Programmheften sowie permanent allerorts im Stadion veröffentlicht werden.
  2. Machen Sie öffentliche Durchsagen, in denen rassistische Parolen bei den Spielen verurteilt werden.
  3. Treffen Sie Maßnahmen zur Verhinderung des Verkaufs von rassistischer Literatur innerhalb und außerhalb des Stadions.#.Treffen Sie Disziplinarmaßnahmen gegen Spieler, die rassistische Beschimpfungen von sich geben.
  4. Kontaktieren Sie andere Vereine, um sicherzustellen, dass diese die Strategie gegen den Rassismus verstehen und nachvollziehen.
  5. Fördern Sie eine gemeinsame Strategie zwischen Ordnern und Polizei für den Umgang mit rassistischem Gebrauch.
  6. Entfernen Sie sämtlich rassistische Graffitis im Stadion.
  7. Führen Sie gleiche Rahmen- und Arbeitsbedingungen ein.
  8. Arbeiten Sie mit anderen Gruppen und Argenturen zusammen, beispielsweise mit … Fans, Schulen, … Jugendklubs, Sponsoren…, um proaktive Programme zu entwickeln, das Bewußtsein zu stärken und Rassismus und Diskreminierung zu beseitigen“.

Auch wir werden uns in Zukunft mit diesem Thema befassen, damit die friedliche Atmosphäre bei uns erhalten bleibt. Diese soll aber auch in unserer Nachbarschaft vorherrschen. Das wünscht sich


Dr. Hans-Josef Holtappels,
1. Vorsitzender

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