Der Start nach der Winterpause ist nicht ganz geglückt. Aber, was soll man bei diesem Wetter schon erwarten. Dass aber im Hubert-Schäfer-Sportpark immer wieder Spiele abgesagt werden müssen, ist ein deutlicher Hinweis auf die mangelhaften Platzverhältnisse; und das wirkt sich auch auf das Training aus!
In der letzten Ausgabe hatte ich das Thema „Rassismus“ gewählt. Heute möchte ich einige Gedanken über den *Rechtsradikalismus” äußern, der schon in den Jahren zwischen 1933 und 1945, also vor etwa 70 Jahren, mit einer verhängnisvollen Politik, mit Krieg und Greueltaten die Welt erschüttert hat. So etwas darf nie wieder kommen; allerdings muss man heute auch feststellen, dass diese Richtung immer mehr Anhänger bekommt, die versteckt, aber auch offen sich zu diesem System bekennen. Auch diese Tendenz ist gefährlich.
Bei Youtube fand ich dieses aussagekräftige Video und in einem Heft „Vereine stark machen“ mit dem Untertitel „Was tun gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball?“ fand ich einen eindrucksvollen Artikel, aus dem ich einige Stellen zitieren möchte:
„Manch ein Trainer macht sich keine Gedanken, wenn einer seiner Spieler mit der 88 auf dem Rücken zum Training kommt. Gutgläubig geht er davon aus, dass es wohl die Rückennummer eines beliebten Fußballers ist. Dass diese Zahl in rechtsextremen Kreisen allerding für „Heil Hitler“ steht, überrascht viele dann doch.
Die Zeiten, in denen Bomberjacke, Glatze und Springerstiefel eindeutige Erkennungsmerkmale von Rechtsextremen waren, sind lange vorbei. Eine Person nur durch ihre Kleidung dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen, ist für den Laien fast unmöglich.
Hakenkreuze in jeder Form, Hitlergruß oder SS-Runen – für alle Symbole des Nationalsozialismus gilt: Wer sie öffentlich zeigt, kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden. Auch abgewandelte Symbole können strafbar sein, wenn sie den Originalen zum Verwechseln ähnlich sehen. …
Jürgen Klinsmanns Rückennummer war immer die Nummer 18 und viele Fans haben sich deshalb Trikots mit dieser Nummer gekauft. Für Rechtsextreme steht die 18 allerdings auch als Abkürzung für „Adolf Hitler“. Diese Zahlencodes sind Abkürzungen, die für die jeweiligen Buchstaben des Alphabets stehen. Sie sind nicht strafbar, können aber dennoch eine klare rechtsextreme Gesinnung ausdrücken. …
Von Rechtsextremen bevorzugte Kleidungsmarken sind nicht mehr so martialisch wie einst. Der unerfahrene Beobachter wird kaum einen Unterschied feststellen zu normaler, sportlicher Kleidung. Zu beobachten ist allerdings, dass sich in den letzten Jahren zunehmend Marken in der Szene verbreitet haben, die sich bewusst an rechtsextreme Käufer richten und nur über einschlägige Läden verkauft werden.
Um rechtsextreme Störer des Vereinsgeländes zu verweisen, muss man sie also zuerst als solche erkennen. Wer sich nicht sicher ist, sollte sich auf jeden Fall szenekundige Unterstützung holen… Das können szenekundige Beamte der Polizei sein, Mitarbeiter der mobilen Beratungsteams oder Engagierte einer Initiative gegen Rechtsextremismus.
Eine weitere „Einstiegsdroge“ in rechtsextreme Kreise ist die Musik. Die Genres reichen dabei von Liedermachern über Heavy Metal bis Dark Wave. Oft ist es dabei schwierig, die Texte überhaupt zu verstehen. Bei genauem Hinhören heißt es dann: „Hängt die Nigger auf“ oder „Der Ausländer schändet deutsche Frauen“. Auch wenn viele Jugendliche gar nicht besonders auf den Text achten, ändert das nichts an der Tatsache, dass sie menschenverachtende und rassistische Inhalte tranportieren“.
Hier noch einige Erkennungszeichen:
Neben den Buchstabenreihen aus dem Alphabet (1 für A und 8 für H) weisen die Schriftzüge „Consdaple“ (bei offener Jacke erscheinen nur die Buchstaben „nsdap“), „Thor Steinar“, „Dobermann“ und Masterrace Europa“ (heißt: „Herrenrasse“) auf Rechtsradikale hin. Und die wollen wir in „unserer“ Anlage nicht dulden.
Auf die Unterstützung in dieser Problematik aller Mitglieder und Besucher hofft