Rede des Beigeordneten Dr. Horst Ferfers zur Einweihung des Kunstrasen-Fußballplatzes im Hubert-Schäfer-Sportpark Weissenberg am 06.12.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

für den Sport im Neusser Norden mit fast 40.000 Einwohnern ist der Hubert-Schäfer-Sportpark von besonderer Bedeutung. Die zentrale und verkehrsgünstige Lage in einem großen Einzugsbereich ist die große Stärke des Hubert-Schäfer-Sportparks. Aus ihr resultiert eine ausgesprochen hohe Anzahl von Fußballmannschaften, insbesondere im Jugendbereich. Über 25 Mannschaften spielen bei der SVG Weissenberg so viele wie bei keinem anderen Verein im Stadtgebiet und im Fußballkreis Grevenbroich/Neuss.

Die größte Schwäche des Hubert-Schäfer-Sportparks ist sein Alter. Die einzelnen Fußballfelder sind in den 50er und frühen 60er Jahren errichtet worden. Fußballplätze – egal ob es Naturrasen-, Kunstrasen- oder Tennenplätze sind – sind nicht für die Ewigkeit gebaut. Mit zunehmendem Alter lässt die Qualität und die mögliche Nutzungsintensität zwangsläufig nach. Es wird eine Grunderneuerung erforderlich, die einem vollständigen Neubau gleichkommt. Diesen Stand haben die beiden Naturrasenfelder dieser Anlage schon seit längerer Zeit erreicht.

Sie waren noch für den Meisterschaftsspielbetrieb, aber fast überhaupt nicht mehr für den Trainingsbetrieb nutzbar. Aus diesem Grunde mussten mehrere Mannschaften in der Vergangenheit ihr Training auf der Bezirkssportanlage Stadtwald durchführen, die aber ebenfalls aus allen Nähten platzt. Es bestand also ein dringender Bedarf, diese mehr als unbefriedigende Situation zu verbessern. Der Sportausschuss hat daher schon vor Jahren beschlossen, einen der beiden Naturrasenplätze zu sanieren, ihn in diesem Zuge zu einem Kunstrasenfeld umzubauen und mit einer Trainingsbeleuchtungsanlage zu versehen. Damit wird die Nutzungskapazität der Anlage insbesondere für den Trainingsbetrieb erhöht.

Die SVG Weissenberg kann ihre Mannschaften von der Bezirkssportanlage Stadtwald wieder hierher zurückholen und auch wieder zusätzliche Mannschaften bilden. Ursprünglich war angedacht, nicht das Hauptfeld der Sportanlage, sondern das benachbarte zweite Rasenfeld umzubauen. Ausschlaggebend für diese Überlegung war, dass bei dieser Lösung die Aschenrundlaufbahn erhalten geblieben wäre. Dieses zweite Rasenfeld liegt aber sehr nah an der angrenzenden Wohnbebauung Am Weyerskamp. Es regten sich Proteste der Anwohner, die vorschlugen, doch das Hauptfeld umzugestalten. Daraufhin wurden die Planungen noch einmal überdacht und dem Umbau des Hauptfeldes wurde letztlich doch der Vorzug ge¬geben. Nachteil dieser Lösung ist natürlich, dass die Aschen-Rundlaufbahn wegfallen musste. Für die Leichtathletik und den Schulsport wurde eine 100 m-Gerade neu angelegt. Anlagen für Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen werden bis zum Beginn des nächsten Sommerhalbjahres am gegenüberliegenden Kopf des neuen Kunstrasenfeldes neu hergerichtet.

Auch das alte Sportheim stammt aus den 50er Jahren. Es weist nicht nur einen erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf, sondern ist für die Belange eines Fußballclubs mit so vielen Mannschaften einfach auch zu klein. Der ursprüngliche Gedanke, es zu sanieren und durch einen Anbau die Umkleidekapazitäten zu erweitern, wurde nicht mehr weiterverfolgt. Vielmehr hat der Sportausschuss beschlossen, einen Neubau zu errichten, der zentral zwi¬schen den drei Fußballfeldern liegt und zudem einen Lärmschutz für die Wohnbebauung „Am Weyerskamp“ bildet. Wie Sie sehen, ist auch mit dem Neubau des Sportheimes bereits begonnen worden. Auf einen feierlichen Akt zur Grundsteinlegung hat die Verwaltung in Anbetracht der heutigen Einweihung des Kunstrasenplatzes bewusst verzichtet. Im Januar oder Februar des kommenden Jahres soll aber ein Richtfest gefeiert werden. Wenn alles plangemäß läuft, wird das Sportheim zu Beginn der Fußballsaison 2011/12 fertig gestellt sein.

Insgesamt investiert die Stadt Neuss in den Neubau des Kunstrasenplatzes, die Trainingsbeleuchtung und die neuen Leichtathletikanlagen sowie das Sportheim rund 2,15 Millionen Euro.
Ich möchte nun den neuen Kunstrasenplatz seiner Bestimmung übergeben. Damit verbunden ist mein Wunsch, dass der neue Platz der SVG Weissenberg einen Zulauf fußballbegeisterter Kinder und Jugendliche bringen wird. Die Erfahrungen in Holzheim, Hoisten und Rosellen, wo die Stadt Neuss in den letzten Jahren moderne Kunstrasenplätze gebaut hat, zeigen jedenfalls, dass die dort beheimateten Fußballvereine sehr von einem solchen Platz profitieren.

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